Die Rheintöchter sind – wissenschaftlich erwiesen – Deutschlands ältester gemischter Damenchor. Was das Gemischte an einem Lesbenchor ist? Ein Moderator aus Zürich fasste es einmal folgendermaßen zusammen: „Die einen kommen rechtsrheinisch, die anderen linksrheinisch.“ Die Bezeichnung Chor ist auch nur halb richtig. Immerhin sind die Rheintöchter der einzige Chor, der es wagte, in den letzten drei Abendprogrammen die ersten zehn Minuten auf der Bühne zu stehen, ohne einen ordentlich gesetzten Ton zu singen. Der Grund ist einfach: Die Rheintöchter machen lesbisches Chor-Kabarett.

Anfang 2013 hat Gudula Kinzler die musikalische Leitung der Rheintöchter übernommen. In Szene setzt uns seit 1993 die Regisseurin Renate Krämer, deren Lieblingssatz ist: „Seid einfach mal kreativ, aber ohne Talent“. Das macht Mut.

Seit 1984 haben die Rheintöchter zehn abendfüllende Programme auf die Bühne gebracht, alle gleichermaßen charmant, verwirrt, fröhlich, bissig und dramatisch – vorzugsweise alles gleichzeitig. Sie singen von lesbischer Lust und Liebe, täglichem Leben, brandaktuellen Themen, einigen Tiefen und vielen, vielen Höhepunkten. Das Repertoire umfasst große Oper genauso wie Popsongs des 20. und 21. Jahrhunderts, Gassenhauer, Rap, Rumba, Tango, Walzer und natürlich auch den ein oder anderen ABBA-Hit. Nur in seltenen Fällen verirren sich Originaltexte in die Inszenierungen. Die maß-geschneiderten Texte sind ironisch und erotisch, sarkastisch und ekstatisch und gerne auch bösartig.

2014 feierten die Rheintöchter ihr 30-jähriges Jubiläum mit einem Gala-Konzert im November in der Comedia.


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